Module links
Hauptinhalt
Schwitzen am Grenchnerberg | 17.06.2012
Im Alltag warten viele Herausforderungen. Muss man sich da in der Freizeit für einen Berglauf anmelden, der auf 12 km satte 800 Höhenmeter bereithält? Man muss nicht, aber man will. Für den Erlebniswert. Und weil etwas Härte zu sich selber auch im Alltag nicht schaden kann.
Um 10 Uhr werden die rund 400 Läufer und Läuferinnen vom Grenchner Stadtpräsident Boris Banga auf die Strecke geschickt. Es geht gemütlich los - in den hinteren Regionen, wo der swiss-running.ch-Autor mittrabt. Dass vorne von Anfang an die Post abgeht, zeigt später ein Blick auf die gelaufenen Zeiten. Der Grenchenberglauf gehört zur Jura-Top-Tour, einer jährlichen Serie von Bergläufen im Solothurner Jura. Dem entsprechend sind viele Bergspezialisten dabei.
Der Grenchberglauf biete eine schöne Strecke, die zu weiten Teilen im Wald verlaufe, wurde der Autor vor dem Lauf von Insidern ins Bild gesetzt. Dem ist nach eigener Erfahrung nichts beizufügen. Schon bald nach dem Start wird der Waldweg jedoch so steil, dass man den Kopf zu Hilfe nehmen muss, um nicht in den Gehschritt zu wechseln. Nach rund vier Kilometern folgt der erste Getränkestand. Die einen eilen vorbei, um im Rhythmus zu bleiben und Plätze zu gewinnen. Andere kippen gleich mehrere Becher hinunter als ginge es bereits ums Überleben.
Vor jeder Kurve wünscht man sich, dass es dahinter etwas flacher weitergeht. Meist vergeblich. So zeigt die Uhr bei Kilometer 6 bereits vierzig Minuten an. Umso mehr wird der erste abfallende Teil der Strecke rundherum mit Erleichterung aufgenommen. "Jetzt kannst du einfach hinuntersauen", sagt ein Läufer zu seiner Begleiterin, bevor er ihr davonrennt. Bei Kilometer 10 ist der dritte Getränkestand platziert. Dennoch schwinden die Kräfte langsam. Alphornbläser, eine Treichlergruppe und eine Guggenmusik halten die Teilnehmer im letzten Streckenviertel auf Trab.
Rund vierhundert Meter vor dem Ziel türmt sich nochmals eine Wand auf. Schön für die Zuschauer, die an dieser Stelle besonders zahlreich sind. "Beisst nochmals", schreit uns ein besonders engagierter Fan entgegen, der den Lauf aus eigener Erfahrung zu kennen scheint. Derart angetrieben schnappt man sich auf den letzten Metern einige Vordermänner. Darunter auch den Kollegen, mit dem man anreiste, womit auf der Rückreise schon mal für Gesprächsstoff gesorgt ist.
Â
Der Grenchenberglauf ist ein sympathisch und perfekt organisierter Anlass in einer ausserordentlich schönen Naturarena. Dass eine Frau als Speakerin amtet, tut dem klassischen Lauf zusätzlich gut. Und was für die einen ein hart erlaufenes Erlebnis ist, scheint für andere eine lockere Angelegenheit gewesen zu sein. Für ihn hätte es noch steiler und länger sein können, meint Thomas Hürzeler beim Small Talk danach. Unzufrieden ist der Berglaufcrack und esa Experte Running jedoch nicht. Schliesslich hat er seine Alterskategorie in überlegener Manier gewonnen. Die Tagessiege beim 13. Grenchenberglauf gehen an die Berglauf-Europameisterin Martina Strähl und an Martin von Känel. Â
Siehe zum Grenchenberglauf auch den Facebook-Eintrag auf swiss-running.ch vom 17. Juni.
Alle Infos zum Grenchenberglauf:
Grenchenberglauf
Copyright © swiss-running.ch
Module rechts
Preferred Runningpartner



