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In die Höhe (Teil 1) | 05.09.2012
2. September 2012
Sonntag ist Lauftrefftag. Nach der 10 km Hatz von gestern zieht man heute aber einen Ruhetag ein. Der nächste Lauftrefftermin kommt schon am Dienstag. Und dieser sollte nicht verpasst werden. Denn man ist für die Leitung eingetragen. Die nächste Trainingsrunde ist für morgen Montag vorgesehen. Es ist ein gutes Zeichen, dass man es kaum erwarten kann, wieder die Laufschuhe zu schnüren.
1. September 2012
Eine Woche vor dem Jungfrau Marathon brauchts keinen Wettkampf mehr. Eigentlich. Aber ein Wettkampf ist immer auch ein kleines Abenteuer und Belohnung fürs fleissige Trainieren. Und so hat man denn vor einigen Tagen einen Blick in den Lauf Guide geworfen und ist beim Herbstlauf im aargauischen Muri hängengeblieben. Der Zickzackkurs über 10 km Feld-, Wald- und Wiesenwege ist kurzweilig. Vereinzelt haben sich Fans an den Streckenrand verirrt. Auf den letzten Metern kämpft sich einer heran und vorbei, den man erst gerade überholt hat. Nach dem Ziel dreht er sich aufgestellt zum Abklatschen um. Bevor man die Heimfahrt antritt, kauft man sich am Bahnhof einen Glacestengel. Auch dies müsste heute nicht sein. Aber es passt prima zu einem Tag, bei dem das nass-kalte Wetter längst in den Hintergrund getreten ist.
31. August 2012
Auf den Üetliberg joggen. Eine Idee, die nach der Trainingsrunde von gestern entstanden ist. Natürlich ist der Üetliberg auf rund 870 Metern über Meer nicht mit dem Ziel des Jungfrau Marathon auf gut 2000 Metern über Meer zu vergleichen. Aber man kann in einer Trainingseinheit auch mehrere Male hintereinander auf den Zürcher Hausberg rennen. Wenn man Ambitionen auf einen Podestplatz hat. Diese hat der Schreibende nicht. Einmal auf den Üetliberg hoch lautet also die Vorgabe für heute. Für den Retourweg setzt man sich ins Bähnli. Wie beim Jungfrau Marathon. Während man nach dem Jungfrau Marathon jedoch eine gefühlte Ewigkeit ins Tal hinuntertuckert, ist man mit der Üetlibergbahn fast zu schnell in der Stadt zurück.
30. August 2012
Zurück von einer Joggingrunde ab Wohnungstüre. Beim Joggen durchs Quartier steht nie die Trainingseffizienz im Vordergrund, sondern die Suche nach Rhythmus, nach Leichtigkeit und nach einem frischen Kopf. Direkt ab Alltag selten ein einfaches Unterfangen. Doch für den frischen Kopf reichts eigentlich immer. Erst recht, wenns wie heute aus Kübeln regnet. Einen zusätzlichen Energieschub vermittelt heute die Passage des Letzigrundstadions. Dort ist bereits das Vorprogramm von Weltklasse Zürich im Gang. Da will man sich als Jogger nicht lumpen lassen. Für einige Meter versucht man sich am Gefühl des Fliegens. Zuschauer gibts keine. Aber für einen Moment Rhythmus und Leichtigkeit.
29. August 2012
10 x 400 m Bahnlauf sind in der letzten Trainingsphase immer eine gute Einheit, um der Wettkampfhärte näher zu kommen. Und die magische Piste des Letzigrunds liegt ja gleich um die Ecke. Doch ganz so unkompliziert ist es nicht. Denn der innere Schweinehund gebärdet sich vor einem solchen zwar effizienten, aber eben auch strengen Training besonders wild. Und das Letzigrund überlässt man nicht nur vor dem Weltklasse Zürich Meeting bessser den Cracks. Doch der Entschluss ist gefasst und so hat man sich heute morgen ins Kleinstadion Utogrund aufgemacht, wo jeweils Krethi und Plethi am Runden drehen sind - was an dieser Stelle nicht abwertend gemeint ist. Nach der neunten Runde läutet im angrenzenden Schulhaus die Pausenglocke. Bald darauf stürmen Kinder auf die Bahn. Doch für einen Schlussspurt bleibt noch Zeit.
28. August 2012
Erfahrung ist eine gute Sache. Aber Erfahrung alleine kann keine gute Trainingsmaxime sein. Spass macht eine Kombination von jugendlich anmutendem Optimismus und Experimentierfreude mit bewährten Einheiten. Bei den ersten beiden Teilnahmen am Jungfrau Marathon bildeten mehr oder weniger solide Kilometerumfänge in flachem oder kupiertem Gelände die Basis. Jetzt stehen Qualität und Bergläufe im Mittelpunkt, während die Umfänge deutlich zurückgegangen sind. Als Vorbereitungs-Wettkämpfe sind Bergläufe eine neue Erfahrung. Und eine durchaus lehrreiche, wenn man als vermeintlich begabter Kraxler auf die Spezialisten trifft und in der zweiten Hälfte des Feldes landet. Aber der neue Reiz ist gesetzt und der Spass ist da.
27. August 2012
Sport ist freiwillig im Leben. Und Marathon erst recht. So gibt es an dieser Stelle also keinen Grund zur Klage, dass man auf der Startliste des Jungfrau Marathons steht. Durch die rund 1800 Höhenmeter gelten die 42.195 km zwischen Interlaken und der Kleinen Scheidegg als besonders anspruchsvoller Marathon. Der Event im Berner Oberland gilt aber auch als besonders schönes und stimmungsvolles Lauferlebnis. Ob es ein Vorteil ist, dass der Schreibende den Jungfrau Marathon bereits zweimal gefinisht hat, ist dagegen offen. Das erste Mal lief er in einen Hungerrast. Beim zweiten Mal gabs Krämpfe. Klar ist demnach einzig, dass vor der dritten Teilnahme viel Respekt vorhanden ist.
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Jungfrau Marathon
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