Bereits am Samstag sorgte der Kenianer Duncan Waweru an der 20KM de Lausanne über 5 km für ein erstes Highlight: In 13’28 verbesserte er den Streckenrekord um eine Sekunde. Die Äthiopierin Hawi Abera lief in 15’07 die zweitschnellste Zeit der Geschichte und gleichzeitig die elftbeste Weltjahresleistung.
Ein besonderer Moment gelang bereits im ersten Rennen des Wochenendes: Die junge Waadtländerin Aimie Decrausaz (TRYverdon) lief über die «4km» in 12’38 einen neuen absoluten Rekord bei Mädchen und Knaben.
Kipchumba knapp vor Chevrier
Gleich nach dem Startschuss setzte sich Brian Kipchumba, der kenianische Sieger der jüngsten Halbmarathons von Lausanne und Zürich, deutlich von der Konkurrenz ab. Nach 6 km lag er bereits rund 40 Sekunden vor einem Trio mit Neda Muleta (KEN), Difas Kibet (UGA) und dem Italiener Xavier Chevrier, der in Lausanne 2016 über 10 km und 2022 über 20 km gewonnen hatte.
Ab Rennhälfte blickte Kipchumba immer wieder zurück, während Chevrier, mehrfacher WM-Medaillengewinner im Berglauf, das Tempo erhöhte. Doch der Angriff blieb ohne Erfolg. «Nach dem Abstieg, glaubte ich, dass es reichen könnte. Doch sobald ich näherkam, beschleunigte er wieder.» Kipchumba gewann in 1h00’49 mit 9 Sekunden Vorsprung auf Chevrier. Muleta belegte in 1h02’15 den dritten Rang. François Leboeuf, der in Lausanne bereits zweimal auf dem Podest gestanden hatte, lief als starker Siebter in 1h05’12 seine persönliche Bestzeit auf dieser Strecke.
Changeiwo dominiert eindrücklich
Bei den Frauen richteten sich viele Blicke auf den Schweizer Laufstar Fabienne Schlumpf (TG Hütten). Doch bereits kurz nach dem Start setzten sich vier Kenianerinnen ab und liefen gemeinsam mit den stärksten regionalen Männern an der Spitze. Im Ziel musste sich die dreifache Olympionikin und zweifache EM-Medaillengewinnerin mit Rang 5 begnügen, fast fünf Minuten hinter der Siegerin. «Ich habe das Rennen geliebt, hatte aber in den Steigungen keine Beine. Ich konnte nichts ausrichten.»
Sylvia Changeiwo siegte in 1h06’23 und lief damit die zweitschnellste Zeit der Geschichte. Dahinter folgten Hilda Jelagat in 1h08’00 und Sharon Jepchirchir in 1h08’59. Schlumpf wurde in 1h11’11 Fünfte.
10 km: Streckenrekord für Fluri
Nach seinem Sieg im vergangenen Jahr in 30’02 doppelte Maxime Fluri (Triviera) dieses Jahr eindrücklich nach. Der Triathlet und frühere Rekordhalter der «4 kils» verteidigte nicht nur seinen Titel, sondern verbesserte in 29’44 auch den seit 2018 von Sisay Yazew gehaltenen Streckenrekord um 5 Sekunden. Fluri gewann vor Gabriel Sintes (CEP Cortaillod/30’22) und Filimon Hagos (ERI/CA Sierre/30’50).
Lokito vor Jeptoo und Lachat
Bei den Frauen lieferten sich die Kenianerinnen Janet Lokito und Sheila Jeptoo ein spannendes Duell. Jeptoo startete äusserst schnell, wurde auf den letzten Kilometern jedoch eingeholt und musste ihre Landsfrau ziehen lassen. Lokito gewann in 32’49 vor Jeptoo in 33’11. Einen starken dritten Rang belegte die Waadtländerin Julie Lachat (Champvent), die ihre persönliche Bestzeit auf 35’43 verbesserte.
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