Schweizer Team gewinnt am Schlusstag in Kamnik vier Medaillen
Dominik Rolli (Photo: Sandro Anderes / Swiss Athletics)

Schweizer Team gewinnt am Schlusstag in Kamnik vier Medaillen

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Die Schweizer Delegation an der Off-Road-EM in Kamnik (SLO) hatte am Schlusstag allen Grund zur Freude: Im Berglauf Up&Down gewann Dominik Rolli Silber und sicherte sich die dritte EM-Medaille seiner Karriere. Gold für die Frauen, Silber für die Männer und Bronze für die U20-Frauen in der Teamwertung rundeten die erfreuliche Bilanz ab.

Dank einer phänomenalen Leistung auf dem anspruchsvollen Up&Down-Kurs in den slowenischen Alpen sicherte sich Dominik Rolli (STB) seine dritte Einzelmedaille an einer Off-Road-EM. 2022 in El Paso (ESP) gewann er im Uphill Silber und im Up&Down Bronze. Nun zeigte der 30-jährige Berner einmal mehr, dass er einer der besten Bergläufer der Welt ist. Er lief das ganze Rennen in den vordersten Positionen und musste sich nach 13 km einzig dem Spanier Jan Torrella geschlagen geben, der ihm 54 Sekunden abnahm.

Wenige Minuten nach seinem Zieleinlauf konnte Dominik Rolli gleich noch einmal jubeln. In der Teamwertung gewannen die Schweizer mit Rolli (2.), Nathan Wanner (CA Sion, 11.), Roberto Delorenzi (USC Capriaschese, 13.) und Kenzo Regad (Viseu Genève, 41.) hinter Italien ebenfalls die Silbermedaille.

Frauen sind Team-Europameisterinnen
Im Rennen der Frauen kamen die vier Schweizerinnen zwar nicht in die Nähe der Einzelmedaillen, überzeugten jedoch alle mit beeindruckenden Leistungen, dank denen sie sich in der Teamwertung – für die die Ränge der ersten drei Läuferinnen pro Nation massgebend sind – als Siegerinnen feiern lassen können. Die Schweiz und Spanien kamen beide auf 27 Rangpunkte; in einem solchen Fall entscheidet die bessere Klassierung der dritten Läuferin. Für Céline Aebi (LV Langenthal, 6.), Axelle Genoud (Club Sportif Le Pâquier, 10.), Flurina Eichholzer (BTV Chur, 11.) und Rea Iseli (STB, 12.) ist dies zweifellos ein Highlight in ihrer bisherigen Karriere.

Rahel Good zum zweiten Mal Vierte, Bronze für U20-Frauen
Eine Klasseleistung zeigte Rahel Good (LC Frauenfeld) im U20-Rennen. Zwei Tage, nachdem sie im Uphill-Rennen glänzende Vierte geworden war, lief sie auch im 6 km langen Up&Down-Wettkampf auf den 4. Platz. Auf die Bronzemedaillengewinnerin büsste die Ostschweizerin 19 Sekunden ein. Grund zur Freude hatte Good aber trotzdem: In der Teamwertung gewann sie zusammen mit Livia Estermann (LR Gettnau, 16.) und Diana Pagani (Viseu-Genève, 18.) die Bronzemedaille.

Insgesamt gewann die 25-köpfige Delegation von Swiss Athletics in Kamnik acht Medaillen, was genau gleich viele sind wie 2024 in Annecy (FRA) und 2022 in El Paso. Neben Gold für Judith Wyder (STB) im Trail-Rennen und Silber für Dominik Rolli im Up&Down gab es nicht weniger als sechs Team-Medaillen, was eine erfreuliche Breite verdeutlicht.

Nächste EM findet 2028 in Villars statt
Für die Schweiz war die EM in Kamnik auch deshalb von grosser Bedeutung, weil die nächste Austragung im Juni 2028 in Villars in den Waadtländer Alpen stattfinden wird. Dannzumal unter der Bezeichnung Trailrunning-EM. Es ist dies das erste Mal seit der mit Erfolg durchgeführten Berglauf-EM 2019 in Zermatt, dass die Schweiz Gastgeberin einer internationalen Meisterschaft im Berglauf/Trailrunning sein wird.

Kamnik (SLO). Off-Road-EM (3. Tag). Berglauf Up&Down. Männer (13 km): 1. Jan Torrella (ESP) 1:00:09. 2. Dominik Rolli (STB) 1:01:03. Ferner: 11. Nathan Wanner (CA Sion) 1:03:21. 13. Roberto Delorenzi (US Capriaschese) 1:03:33. 41. Kenzo Regad (Viseu Genève) 1:08:22. – Teams: 1. Italien 20 Rangpunkte. 2. Schweiz 26. 
U20 (6 km): 1. Basile Astier (FRA) 23:58. Ferner: 15. Finn Wüst (LK Zug) 26:15. 40. Gian Frei (LV Thun) 28:12. 
Frauen (13 km): 1. Hanna Gröber (GER) 1:09:41. Ferner: 6. Céline Aebi (LV Langenthal) 1:13:39. 10. Axelle Genoud (Club Sportif Le Pâquier) 1:14:22. 11. Flurina Eichholzer (BTV Chur). 12. Rea Iseli (STB) 1:14:48. – Teams: 1. Schweiz 27. 
U20 (6 km): 1. Julia Ehrle (GER) 28:21. Ferner: 4. Rahel Good (LC Frauenfeld) 29:35. 16. Livia Estermann (LR Gettnau) 31:36. 18. Diana Pagani (Viseu-Genève) 31:46. – Teams: 1. Frankreich 23. 2. Spanien 34. 3. Schweiz 38.